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#83 - Die Darmschleimhaut des Hundes Teil2

Shownotes

In dieser Episode von "Napfgespräche" widmen wir uns einem entscheidenden Thema: der Unterstützung und Regeneration der Darmschleimhaut. Nach der letzten Folge, in der wir die Funktion der Schleimhaut und die Rolle der Tight Junctions beleuchtet haben, gehen wir nun einen Schritt weiter und erzählen, wie Halter ihre Tiere im Alltag gezielt unterstützen können.

Viele Hundebesitzer glauben, dass eine einfache Schonkost ausreichend ist, um die Darmschleimhaut zu regenerieren. Doch ich erfahre euch, dass Regeneration nicht von alleine geschieht. Die Schleimhaut benötigt Schutz, um sich zu erholen. Ich ziehe einen Vergleich heran: Ähnlich wie bei einer verletzten Hautstelle muss die betroffene Stelle geschützt werden, damit der Körper seine Heilungsprozesse ungestört durchführen kann. Hier kommen die sogenannten Mutzilagen ins Spiel – pflanzliche Schleimstoffe, die einen beruhigenden Schutzfilm über die Schleimhaut legen und so deren Reizempfindlichkeit reduzieren.

Im Gespräch verdeutliche ich, dass Mutzilagen nicht mit Ballaststoffen verwechselt werden dürfen, da sie auf einer anderen Wirkungsweise basieren. Während Ballaststoffe die Bewegung des Darms anregen, dienen Mutzilagen primär als Stoßdämpfer, die der Schleimhaut die Möglichkeit geben, sich in einem geschützten Umfeld zu regenerieren. Es ist wichtig, die richtige Anwendung zu beachten: Das Mischen in Nahrung sollte vorsichtig geschehen, genau so wie das Vorquellen der Mutzilagen. Wir diskutieren auch die Herausforderungen, denen Halter begegnen, wenn ihre Hunde negative Reaktionen zeigen, und wie wichtig es ist, Geduld zu haben und die Menge sowie die Art der Fütterung anzupassen.

Nachdem wir die Bedeutung der Schutzfunktion der Mutzilagen und den sanften Einstieg in die Fütterung erklärt haben, behandeln wir die Wiedereinführung von Ballaststoffen. Ich betone, dass es wichtig ist, den Darm nicht zu überfordern und die Fortschritte genau zu beobachten. Bei gutem Fortschritt kann dann nach etwa 10 bis 14 Tagen in einem kontrollierten Rahmen mit Ballaststoffen begonnen werden.

Wir enden mit praktischen Tipps zur Zubereitung von Leinsamen und Brühe, die als unterstützende Elemente für die Regeneration der Darmschleimhaut dienen. Ich empfehle, alles möglichst schonend und selbst zubereitet zu gestalten, um die beste Wirkung zu erreichen. Haltet die Schleimhaut eurer Vierbeiner im Blick und geht den Weg zur Regeneration gemeinsam geduldig und konsequent. Denn nur so könnt ihr euren Hunden helfen, wieder gesund und glücklich zu werden.

Transkript anzeigen

00:00:03: Willkommen zur Folge zwei der Abgespräche zum Thema Darmschleimhaut.

00:00:06: Schön, dass du wieder dabei bist.

00:00:08: In der letzten Folge haben wir über die Schleimhaut gesprochen, über diese Schleusenwand im Darm, die entscheidet, ob Verdauung ruhig läuft oder ständig Stress macht und über diese Schleusenwärter.

00:00:19: Also die, die es noch nicht gehört haben, die Folge vorherhören, damit ihr wisst, was der Schleusenwärter, der da ist.

00:00:24: Die Tide Junctions.

00:00:26: Und für viele war das nämlich ein echter Aha-Moment, weil plötzlich klar wurde, vielleicht liegt es ja gar nicht am Futter, sondern daran, wie der Darm geschützt ist.

00:00:36: Genau.

00:00:37: Und heute gehen wir noch einen Schritt weiter.

00:00:39: Heute schauen wir uns nämlich an, wie man die Schleimhaut aktiv unterstützt und regenerieren kann.

00:00:45: Alltagstauglich, also verständlich.

00:00:46: Und auf Basis dessen, was wir aus der Forschung wirklich wissen.

00:00:51: Joe, viele Halter denken ja, Schleimhaut dann einfach schon kostet und abwarten.

00:00:57: Ja, schonkost ist ein Anfang, aber Regeneration passiert nicht von alleine.

00:01:04: Ja, die Schleimhaut, die braucht Schutz, damit sie überhaupt wieder Kraft zum Aufbau hat.

00:01:09: Man kann sich das ungefähr so vorstellen wie bei einer wunden Hautstelle.

00:01:13: Solange sie ständig reibt oder gereizt wird, heilt nichts.

00:01:17: Erst wenn man sie schützt, dann kann der Körper eigentlich seine Schutzarbeit wirklich durchführen.

00:01:23: Und da sind wir beim ganz zentralen Baustein und das sind die Mozilagen.

00:01:27: Das sind pflanzliche Schleimstoffe, z.B.

00:01:29: aus Leinsamen.

00:01:31: Viele werfen dir direkt in einen Topf mit den Ballaststoffen.

00:01:35: Ja, genau.

00:01:35: Und das ist wirklich auch wichtig, das zu unterscheiden.

00:01:38: Wir haben immer die Flosamen, ja Flosamschalen, wir haben immer

00:01:43: die Akazienfaser.

00:01:45: Und wir haben die Leinsamen.

00:01:48: Das sind ja alles Dinge, die in den Körper reinkönnen sollen und auch zurecht einen Schutzmechanismus haben.

00:01:54: Aber was, wann, wie und wo?

00:01:56: Genau da entsteht oft die Verwirrung.

00:01:58: Mozilagen wirken nicht in erster Linie über das Mikrobiom, sondern direkt an der Schleimhaut-Oberfläche.

00:02:05: Die bilden praktisch zusammen mit Wasser, so eine gelartige Schicht, die sich dann wie ein temporärer Schutzfilm über diese schleusen Wand, also die Mucosa legt.

00:02:26: Das rettet tatsächlich viele, viele Menschen, weil es also eher beruhigend wirkt als aktivierend.

00:02:32: Genau, diese Mozilagen, die nehmen den Druck raus, die reduzieren praktisch Reibung durch dieses Gel, das sich dort bildet, puffern Säure und sorgen dann dafür, dass die Schleimhaut nicht ständig mit Reizen konfrontiert wird.

00:02:48: Und das ist mir besonders wichtig.

00:02:49: Mozilagen sind sozusagen kein Trainingsgerät für den Darm, sondern sind eher Dostämpfer.

00:02:57: Das sind eher so die Dinger, die wirklich so die Problematiken oder die Problematik der Darm-Schleimhaut wegnehmen.

00:03:05: Das ist echt ein schönes Bild, so ich muss schon wieder grinsen.

00:03:09: Also Ballaststoffe bringen Bewegung.

00:03:13: Ja, Darm-Motalität.

00:03:14: Das heißt also, dass da richtig, dass da entsprechend Action ist, wie so ein Regenwurm zieht sich das zusammen und bringt den Speisebrei weiter im Darm, im Dünndarm.

00:03:24: Es bringt Volumen, also die Ballaststoffe, die bringen Volumen und die bringen Aktivität.

00:03:30: Das ist okay.

00:03:32: Aber erst dann, wenn die Schleimhaut stabil genug dafür ist.

00:03:37: Und diese Mozilagen dagegen wirken zuerst mal beruhigend.

00:03:40: Sie helfen der Schleimhaut wieder in einen normalen Zustand zu kommen, indem sie Belastung überhaupt aushalten kann.

00:03:48: Und das ist das größte Problem bei der Geschichte.

00:03:53: Ja, man kann also sagen, ersten Pflaster, dann das Training.

00:03:56: Genau.

00:03:58: Ist ja auch so, ne?

00:03:59: Also wenn du dir irgendwo verletzt hast, kommt ja auch erst ein Pflaster drauf.

00:04:02: Da muss das ein bisschen halen und dann kommt hinter das Training.

00:04:05: Ich stecke ja gerade an meine Nase nach einem Schnupfen.

00:04:08: Wann fängt das erst an zu heilen und sieht nicht mehr so rot aus, wenn ich dann nicht mehr mit dem Taschentuch dran rumreibe?

00:04:14: So ähnlich ist das.

00:04:15: Ja genau, mit dem Taschendruck drauf rum reiben, so muss ihr das vorstellen.

00:04:18: Genauso ist es ja auch mit dieser Mokosa, mit dieser Schleimhautschicht.

00:04:21: Wenn man sich mal so diesen überhaupt diesen Darm so vorstellt, dann ist das ja eine Röhre, die sieht ja so schön rosa aus und alles glatt und dergleichen.

00:04:28: Das ist ja das Darm Luben, das ist der Innenteil des Darmes, wo dann hinter der Speise bei drin ist.

00:04:34: dieses damenlumen diese oberfläche das ist ja die mukosa und wenn die irgendwo so aufgerieben ist dann hast du ja praktisch wie so auf der haut.

00:04:43: wenn du dann eine zündung hast und eine wunde und du gehst immer wieder mit dem ärmel drüber dann reißt die ja immer wieder auf und erzeugt immer wieder schmerzen.

00:04:50: ja und natürlich wieder

00:04:51: beim taschentuch sind genau

00:04:53: genau und genau da setzt das handel an diese musilagen diese musilagen die dort dann dementsprechend einen einen schutzfilm drüber ziehen.

00:05:02: ja also Erstens dieser Schutzfilm, der schützt die Schleimhaut mechanisch, also Vorreibung und Druck, so wie ich es gerade erklärt habe.

00:05:12: Und dann zweitens schafft der Abstand zwischen den Bakterien und der Darmwand.

00:05:17: Die Bakterien sind hinter dieser Mokosa Schleimhaut.

00:05:22: Das ist extrem wichtig, wenn der Darm überreizt ist.

00:05:26: Und drittens sorgt es dafür, dass das Immunsystem weniger Larm bekommt.

00:05:31: Nicht.

00:05:32: weil etwas irgendwie unterdrückt wird, sondern weil weniger Reiz ankommt.

00:05:38: Okay, und deshalb wirken diese Muzzilagen oft so schnell beruhigend?

00:05:43: Ganz genau.

00:05:45: Nicht weil sie irgendwie etwas reparieren, sondern weil sie dem Körper endlich Ruhe zum Reparieren geben.

00:05:53: Ja, das ist der wichtige Punkt.

00:05:55: Ja, da fällt mir dann sofort ein.

00:05:58: Das sind so die Ungeduldigen unter uns, nämlich manche Halter, die das sagen.

00:06:02: Ich habe das probiert und mein Hund hat negativ darauf reagiert.

00:06:06: Genau.

00:06:08: Hier ist es ganz wichtig einzuordnen.

00:06:10: Eine Reaktion heißt nicht automatisch, dass etwas falsche oder unverträglich ist.

00:06:14: Das ist ja das, was wir meistens zurückgemeldet bekommen.

00:06:16: So, das hat nicht funktioniert.

00:06:17: Na, das ist noch viel schlimmer geworden.

00:06:19: So, nach das Futter ist Mist.

00:06:21: Obwohl wir schon Premium Futter haben und und und und und.

00:06:24: Das sind ja immer so die klassischen Sachen, die als Rückmeldung zu uns kommen in der Beratung.

00:06:29: Oft liegt es aber ganz einfach daran, dass es eine zu hohe Menge ist, die gegeben worden ist.

00:06:34: Eine falsche Zubereitung.

00:06:36: oder daran, dass die Schleimhaut noch extrem empfindlich ist.

00:06:40: Weil die meisten Hunde haben einfach das Problem, dass die Schleimhaut ja gereizt ist.

00:06:45: Und wenn wir da mal ein entsprechendes Codescreening machen, je nachdem in welchem Labor kann es sein, dass dort entweder ein Zonolinwert zurückgegeben wird, dann sehen wir, dass ein Zonolinwert bei Achthundert ist.

00:06:56: Das heißt, das Ding ist, das Schleusentor ist ziemlich weit auf.

00:06:58: Es ist eine Schleimhautreizung da.

00:07:01: Alles das, was dazu führt, dass dementsprechend genau das passiert, weil wir die ganze Zeit reden.

00:07:06: Der Darm kann nicht richtig funktionieren, aufgrund dessen, dass die Schleimhaut halt so die Tide-Yangchans, diese Schleusentore sind weit offen, Bakterien kommen da rein, wo sie nicht hingehören.

00:07:16: Das ganze System funktioniert nicht richtig.

00:07:21: Oder aber vom Idex, vom Labor sieht man das auch, das sind ganz bestimmte Proteinmarker, die wiedergeben, dass die Schleimhaut nicht richtig funktioniert.

00:07:31: Und genau an der Stelle ist es dann so, dass wenn die Schleimhaut nicht richtig funktioniert, dann funktionieren auch diese ganzen Systeme, dass wir sagen so, ich möchte da jetzt mal ein anderes Futter rein geben.

00:07:42: Das repariert aber nicht die Schleimhaut.

00:07:44: Oder ich gebe jetzt hier Bakterien rein, Bifidobakterien und Milchzeuge rein.

00:07:50: Typisch einfach

00:07:50: Probiotika geben.

00:07:51: Ja,

00:07:51: genau die ganzen Probiotika.

00:07:53: In dem Moment, wo die Schleimhaut nicht dicht ist.

00:07:57: funktioniert das nicht.

00:07:58: Wo die Schleimhaut aber noch nicht geschlossen ist, wird das nicht funktionieren.

00:08:02: Das Wichtigste ist also, dass die Schleimhaut regeneriert wird.

00:08:06: Jetzt denken viele zum Beispiel auch an Slippery Elm.

00:08:09: Slippery Elm ist aber in dem Moment da gar nicht verzuständig.

00:08:12: Slippery Elm ist dafür zuständig, Säuren zu regulieren, aber nicht die Darm-Schleimhaut zu heilen.

00:08:20: Ganz wichtiger Faktor.

00:08:21: Genau, das heißt insgesamt ist es immer ein Zeichen dafür, dass man eben langsamer und sanfter vorgehen sollte, oder?

00:08:28: Genau, der Damen gibt praktischen Feedback.

00:08:31: Und das ist etwas Gutes, nämlich dass er das tut.

00:08:35: Und hier kommen wir zu dem Punkt Leinsamen.

00:08:39: Wir setzen hier Leinsamen ein als klassische Form praktisch, um Mozi-Lagen zu bilden.

00:08:48: Wichtig ist dabei immer, dass wir die vorquellen lassen oder direkt als gel geben.

00:08:54: Und vor allen Dingen auch leinsam.

00:08:56: bitte nicht die geschroteten, sondern dann die gemahlenen.

00:08:59: Sag mal, wie lange denn ungefähr so vorquellen lassen?

00:09:03: Was ist denn die Zeit, dass es quasi gel wird?

00:09:06: Moment, wichtig ist dabei, dass wir das niemals trocken ins Futter geben.

00:09:14: Weil dann haben wir das Problem, dass genau das passiert, dass das anfängt zu reiben, diese Schmögelpapier auf der Schleimhaut.

00:09:20: Und lieber ein bisschen weniger und langsam anfangen, so mit der Messerspitze, dass dementsprechend schön als Gel mit Wasser verbinden und Gel draus werden lassen, lieber ein bisschen weniger als zu viel und lauwarm geben, nicht kalt und auch nicht heiß.

00:09:37: Ja, weil wie gesagt trocken ist das wie Sandpapier.

00:09:41: Und wenn wir aber das Gel produziert haben, dann ist das dieser Schutzschirm, der hilft, dass dementsprechend dahinter tatsächlich auch die Schleimhaut ausheilen kann.

00:09:52: Ich habe noch eine Frage zu dem Lauwarm.

00:09:55: Kann ich das wieder vorsichtig lauwarm machen, denn das steht ja auch eine Zeit, bis es aufgequollen ist oder eben vorgequollen

00:10:02: ist.

00:10:02: Ja gut, das sollte fünfzehn Minuten ungefähr quälen.

00:10:05: Und wenn du jetzt was nimmst, Mamas wissen das doch.

00:10:08: Oder wie ist das mit der Pilli und dann hinten auf den Handrücken drauf, ist das Aua?

00:10:12: ja, nein.

00:10:14: Jetzt macht er ganz einfach mal den Test dahinten.

00:10:17: Ist ein bisschen zu heiß, aber wenn wir das fünfzehn Minuten stehen lassen, kühlt das ja auch ab.

00:10:22: zur Not, kann man ja mal eben aus so einem Thermometer so rein und dann gucken sie.

00:10:26: Ich wollte

00:10:26: nur, dass es nicht so warm ist.

00:10:29: Beziehungsweise nicht so kalt.

00:10:30: Also beide Seiten sind immer blöd.

00:10:34: Es soll eine gute Temperatur haben, wenn es in den Hund reinkommt.

00:10:37: Und dann wird das praktisch ober als Topping drauf gelegt, dass das auch wirklich sofort frisst.

00:10:43: Wenn das eventuell ablehnen sollte, ganz zu Anfang, weil die halt übel sind dergleichen, dann halt dementsprechend ein bisschen untermischen.

00:10:50: Und Hauptsache, es kommt überhaupt in den Hund rein und fängt dort seine Wirkung an.

00:10:55: Die Wirkung eben als Gelfen-Schutzschild oder Schutzfilm, wie man so schön sagt.

00:11:01: Und was ist denn, wenn die Schleimhaut geschützt ist?

00:11:03: Was kommt denn dann?

00:11:04: Was ist dein nächstes Step?

00:11:06: Da geht dann der eigentliche Aufbau der Schleimhaut los.

00:11:09: Die Darmzellen erneuern sich regelmäßig.

00:11:11: Das ist das Schöne daran.

00:11:13: Aber nur, wenn sie nicht ständig mit neuen Reizen kämpfen müssen.

00:11:16: Also müssen wir diesen Darmzellen die Möglichkeit geben, dass sie auch tatsächlich heilen können und wollen.

00:11:22: wollen wollen die aber ob das das können.

00:11:24: und wenn jedes mal da so die die die die entsprechende Schleimhaut wieder praktisch so mit Schmögelpapier abgenommen wird dann haben wir halt das Problem, dass dort ein Abschleifen der Darmschleimhaut entsteht eine sogenannte Exfoliation.

00:11:41: tolles Wort ne

00:11:43: Ganz toll.

00:11:44: Ja, richtig.

00:11:45: Schmirgel, Schmirgel, okay.

00:11:48: Genau, also hier in dem Moment ist es so, dort werden dann alte Zellen abgestoßen, neue Rücken nach, ja, das ist das, das heißt Exfoliation.

00:11:57: Und in dem Moment, solange, solange diese Exfoliation stattfindet und zu viel abgescheuert wird, kommt das Problem, dass Nährstoffe blockiert werden und gar nicht erst... in die Blutbahn kommen.

00:12:14: Das ist so der springende Punkt.

00:12:17: Deswegen ist es wichtig, dass die Schleimhaut dementsprechend eine Chance hat, also auszuhalten.

00:12:25: Es kommt zum Beispiel auch dazu, wenn ein Hund Stress hat, ein Dauerstress oder sowas.

00:12:29: Das sind alles solche Sachen, dass in dem Moment durch die Stresshormone und durch diese Entzündung und ein zu hohe Säureanteil und mechanische Reize, zum Beispiel, dass man zu früh Ballaststoffe da rein gibt.

00:12:41: Ballaststoffe ist ja auch etwas, was im Grunde genommen so die Darmzoppen reinigt und dann auch mechanisch eine Reinigung erwirkt, dass dann hinter praktisch diese Exfoliation immer wieder gestört wird.

00:12:50: Und das ist das, wo man dem Darm einfach die Chance geben sollte, sich zu regenerieren.

00:12:57: Also sagst du so im Minimum eine Woche, wir haben ja gesagt, sechs bis sieben Tage.

00:13:01: Also im Minimum eher länger.

00:13:03: Ja, also es wird immer so um die zehn, vierzehn Tage dauern, bevor so die erste Reaktion da ist.

00:13:08: Das kann noch länger dauern, je nachdem wie stark die Schleimhaut geschädigt ist.

00:13:12: Und von daher sollten wir zusehen, dass wir in dem Moment die Reize so gering wie möglich halten.

00:13:21: Also wenig Proteinquellen wechseln.

00:13:24: sondern bei einer Proteinquelle bleiben.

00:13:27: Gut verdaulich sollte es sein.

00:13:29: Keine wilden Kombinationen sich ausdenken.

00:13:31: Heute gebe ich mal das und morgen das und so weiter.

00:13:33: Der Darm muss trainiert werden.

00:13:34: Nee, wenn die Schleimhaut kaputt ist, dann kannst du dem geben, was du willst.

00:13:37: Gebt bitte

00:13:37: immer mal das Gleiche erst mal.

00:13:38: Genau.

00:13:39: Je ruhiger der Darm praktisch arbeiten kann, desto besser regeneriert sich praktisch so die Mokusa, um in unserem Bild zu bleiben, die Schleusenwand.

00:13:50: Ja.

00:13:51: Brühe kann übrigens auch unterstützen.

00:13:54: Ja, weil sie leicht verdaulich ist und Baustelle auch für die Schleimholt liefert.

00:13:59: Ja, und Brühe bitte immer selbst machen und keine gekaufte nehmen, weil die einfach viel, viel besser ist, viel, viel besser heilt und vor allen Dingen nichts anderes drin hat als die Brühe.

00:14:10: Und das, was daraus entsteht, nämlich ein wunderbarer Schleimfropf quasi.

00:14:15: Wie würdest du die Brühe denn ansetzen?

00:14:17: Mit kaltem Wasser erstmal, das ist ganz wichtig, und dann würde ich sie zwei Stunden lang, zum Beispiel jetzt mit so einem Biohühnchen, was ich dann für ganz clever halte, oder auch einfach Hühnchen schenkelen, die kann man ja auch nehmen, locker mal eben niedrig temperiert zwei Stunden kochen lassen.

00:14:35: So würde ich sie ansetzen und auch fertig kochen.

00:14:38: Und danach ist es natürlich wichtig, gerade wenn wir Hühnchen nutzen, dass wir die Brühe auf jeden Fall durch seien, was dann auch, also einfach durch ein Seier kippen oder durch Küchenpapier, was dann auch tatsächlich den Effekt hat, dass wir, wenn das ein bisschen abgekühlt ist oder abgekühlt ist, das überschüssige Fett mit rausnehmen.

00:14:59: das ist eine ganz coole geschichte denn wenn die darmschleimhaut so richtig richtig richtig kaputt ist und auch alle möglichen entzündungen noch sind ist es ganz cool wenn das wenig fett ist was das tier dann in der oder in der situation gerade kriegt.

00:15:10: aber wir sollten trotzdem bei zehn bis fünfzehn prozent fett bleiben.

00:15:13: nicht dass sie sich komplett fett haben weil das ist nämlich genau der fehler den auch viele machen alles fett rausnehmen und dergleichen das ist ein deum.

00:15:19: mit auch nicht richtig fett ist

00:15:22: ja wenig.

00:15:23: also zehn bis fünfzehn prozent

00:15:25: Auf jeden Fall mild bleiben, in der Art und Weise, wie die Brühe gemacht wird.

00:15:31: Das auf jeden Fall.

00:15:32: Ja, siehst

00:15:34: du.

00:15:35: Und Jo, wann darf man dann wieder an Ballaststoffe denken bzw.

00:15:39: sie geben?

00:15:40: Nicht nur denken, sondern auch füttern.

00:15:43: Wenn der Darm sich beruhigt hat, also wenn du merkst, dass da das Quietschen aufhört, ja, dass sich auch, dass der Kot schon besser aussieht, dass die Übelkeit rückläufig ist, weil diese Übelkeit kommt tatsächlich ja her, dass einfach die Schleimhaut sehr stark geschädigt ist und dass der Giftstoffe Toxine in den Hund reinkommen, auch in die Blutbahnen und dem einfach nur boah, korderig ist, ne?

00:16:04: So, wenn Bauchgrommeln praktisch das nachgelassen hat, ne?

00:16:07: Wenn der Kot stabil ist.

00:16:09: Und ja, wenn du siehst, dass der Hund sich im Bauch Entspannt, ja, dass der keine Gebetstellung mehr macht, ja, dass der auch mal sich wieder einrollt, ja, und nicht am laufenden Meter immer, was weiß ich, da liegt gerade zehn Minuten, steht wieder Aufläufe an, das hinlegt sich da wieder hin.

00:16:24: Ich denke,

00:16:24: das kennen wir ja auch.

00:16:26: Also ich meine, wer hat das nicht schon mal selbst gehabt, das Bauch quetschen und das, na ja, nicht entspannt zeigen können.

00:16:34: Ja, und dann kann man langsam starten, also wirklich.

00:16:37: langsam und dann schauen wie der darm reagiert.

00:16:40: das dauert und da ist wirklich geduld verlangt weil die meisten fangen dann schon.

00:16:45: und jetzt hat der Hund das.

00:16:47: jetzt gehen wir dem das mal dann gehen wir dem das mal und was ich immer wieder merke und auch höre ist ja und dann haben wir den mal vom kanin das darm gelgegeben ja.

00:16:55: und dann so was habt ihr gemacht?

00:16:57: ja wir haben dem das einmal gegeben oder auch zweimal das.

00:17:01: da sind auch bakterien drin.

00:17:03: ich sage die müssen sich erst mal ansiedeln.

00:17:04: das ist kein symptom Supplement.

00:17:08: Sondern es ist etwas, was aufbaut.

00:17:10: Das muss man regelmäßig geben.

00:17:11: Es steht auch immer auf den Verpackungen drauf.

00:17:13: Gebt es bitte regelmäßig über den Zeitraum von.

00:17:16: Nicht so, ja, wir geben das mal eben.

00:17:17: Viele haben immer noch dieses Symptom denken.

00:17:19: Der Hund hat das und das.

00:17:20: Ich gebe das und das.

00:17:21: Das muss ich innerhalb von achtundvierzig Stunden regulieren.

00:17:24: Nee, das sind keine Ersatzteile.

00:17:26: Nee, genau.

00:17:27: Also so schnell ist die Biochemie im Körper des Hundes auch nicht.

00:17:31: Das braucht Zeit.

00:17:33: Absolut.

00:17:34: Und an der Stelle auch noch ein kleiner Tipp, den habe ich noch nicht auch aufgeschnappt von einem guten Arzt, der hat mir gesagt, am besten ist, wo nimmst, Probiotika und die Hunde natürlich auch und die Katzen am Abend, weil die mögen keine Darmbewegung.

00:17:47: Das finde ich auch noch ein heißen Tipp.

00:17:50: Brennend heiß.

00:17:53: Also, wenn irgendwas aus dieser Folge Du toll findest ja, dann merk dir eins, Schleimhaut-Regenerationen beginnt nicht mit Action, sondern mit Schutz, also nicht mit Aktion, dass jetzt unbedingt da irgendein Hund irgendwas rein muss, was Gutes, sondern das Gutes muss rein.

00:18:12: Aber fang erstmal klein an, nimm dir erstmal so leinsamen Mehl und fang an mit dem leinsamen Mehl, dementsprechend das aufzubauen und ganz langsam in den Hund reinzubringen.

00:18:24: und das meinetwegen über vierzehn Tage, drei Wochen, vier Wochen, bis ihr merkt, wow, jetzt wird es immer besser und reduziert in der Zeit die Ballaststoffe.

00:18:32: Nicht wegnehmen, ganz wegnehmen, sondern drauf gucken, okay, wenn ihr etwas gebt, gibt nichts roh, sondern immer schön durchgekocht, dass es wirklich schlunzig ist, dass es gut verträglich ist und dass das nicht den Darm reizt.

00:18:46: Also dranbleiben.

00:18:47: Denn wenn du deinen Hund endlich aus diesem Kreislauf, aus diesem Bauch krummeln, aus dem wechselnden Kot und Stress rausholen willst, dann bleib bitte einfach dran.

00:18:56: Genau, das umzusetzen.

00:18:58: Und natürlich hier bei uns in der Sendung.

00:19:00: Das lohnt sich wirklich.

00:19:01: Und du wirst auf jeden Fall deinen Hund danach mit ganz anderen Augen sehen.

00:19:03: Das versprechen wir bis dahin.

00:19:07: Passt mal gut auf eure Vierbeiner auf und noch besser auf deren Schleusenwände.

00:19:14: Alles Gute und tschüss bis bald.

00:19:17: Tschüss!

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